ZIEGLER CONSULTANTS

Dr. A. Ziegler / Dipl. Ing. ETH / M.Sc. UCB / Beratende Ingenieure USIC
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Software: C-RISK
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C-RISK ist ein auf MS-ACCESS basierendes Informationssystem. Seine Hauptkomponenten sind eine Stoff-Datenbank, eine Betriebsdatenbank sowie eine Datenbank für die administrative Verwaltung der Massnahmen und der Störfallinformationen. Die Stoff-Datenbank umfasst mehr als 500 der gebräuchlichsten Gefahr-Stoffe und kann vom Benutzer beliebig erweitert werden. 

Das Computerprogramm C-RISK ist ein Management-Informations-System (MIS) für Betriebe und Industrieanlagen mit gefährlichen Gütern. Als solches übernimmt es alle Aufgaben, die bei der Erstellung und Verwaltung eines Chemierisiko-Katasters anfallen und stellt alle benötigten Informationen in übersichtlicher und kompakter Form zur Verfügung. Sein Einsatz beginnt bei der Erfassung aller relevanten Daten über die Lagerung und Verarbeitung von chemisch-technischen Stoffen und reicht bis zur Berechnung von Gefahrenpotentialen und Wirkungsanalysen für Störfall-Szenarien.

Für jeden Stoff wird ein Stoffdatenblatt mit ca. 50 für die Störfallbeurteilung relevanten Parametern erstellt. Ein Stoff kann einer oder mehreren frei definierbaren Stoffgruppen zugeordnet werden. Ein Stoff kann als "inkompatibel" zu einem oder mehreren Stoffen deklariert werden. Das Stoffdatenblatt enthält folgende Datengruppen:
  • Identifikation
  • Kennzahlen
  • Humantoxische Parameter
  • Daten zum Brand- und Explosionsverhalten
  • Daten zur Wassergefährdung
  • BVD-Daten
Durch die Verknüpfung der Daten in den Stoffdatenblättern mit den Daten über die gelagerten Mengen in der Betriebs-Datenbank ergibt sich die quantitative Bewertung (= Gefährdungspotential) eines Betriebes.
Gefährdungspotentiale erlauben eine objektive Identifikation derjenigen Betriebe oder Lager, die unter ungünstigen Umständen eine Gefährdung für Personen und Umwelt darstellen. Gefährdungspotentiale erlauben auch die Identifikation der einzelnen Stoffe, die für die Gefährdung zur Hauptsache verantwortlich sind. Die Berechnung des Gefährdungspotentials basiert auf den Grundkomponenten eines Störfalls. Die Grundkomponenten eines Störfalles, die einzeln oder in Kombination auftreten können, lassen sich wie folgt definieren:

 - Leck (bei gasförmigen oder leicht verdampfenden Stoffen)
 - Brand (Feuereinwirkung)
 - Brand (toxische Brandgase)
 - Explosion und heftige Reaktion
 - Leck bei Flüssigkeiten
 - Überflutung (auch Löschwasser)

Neben der quantitativen Gefährdungsbeurteilung werden in C-RISK mit einer qualitativen Gefährdungsbeurteilung diejenigen Aspekte des Störfallrisikos berücksichtigt, welche sich nur schwer zahlenmässig erfassen lassen. Dies sind insbesondere:

 - Organisatorische Aspekte
 - Umfeld des Betriebes 
 - Anlagen und Prozesse 
 - Sicherheitsaspekte 

Die Gesamtbeurteilung wird in C-RISK im Gefährdungspotentialbericht in Form von 10 Kenngrössen dargestellt. C-RISK berechnet die Wirkung auf Mensch, Umwelt und Gebäude und erstellt, wie im Handbuch zur StFV beschrieben, ein sogenanntes W-A-Diagramm aus dem ersichtlich wird, ob ein Betrieb ein akzeptables Risiko darstellt oder nicht.